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Neues vom BJR
AZ vom 15.06.2011: Zur Kündigung von Elke Renner
Ab Juli ohne Profi an der Spitze
Elke Renner verlässt Stadtjugendring - Vorsitzender Pongratz will noch in diesem Jahr Nachfolger
Amberg. (tk) Die Forderung des Stadtjugendrings (SJR) nach einer hauptamtlichen Kraft ging bis in das alte Jahrtausend zurück. Im Herbst 2009 hörten die Verantwortlichen im Rathaus den Ruf des ehemaligen Vorsitzenden Matthias Schöberl und von dessen Nachfolger Horst Pongratz. Die Halbtagsstelle, die zunächst auf zwei Jahre befristet war, soll laut Pongratz nun bei gleicher Stundenzahl eine dauerhafte Einrichtung werden.
Im Stellenplan der Stadt, relativiert Thomas Graml von der Pressestelle, sei der Posten "von Beginn an unbefristet" gewesen. Es habe jedoch eine vertragliche Vereinbarung gegeben, die Anstellung zunächst einmal auf zwei Jahre zu beschränken. Ob sich an diesem Konstrukt in Zukunft etwas ändert, stehe noch nicht fest.
Mit Agentur selbstständig
Wichtig ist für den ehrenamtlich tätigen Horst Pongratz nun, "dass wir sehr zeitnah versuchen, die Stelle unbefristet wieder zu besetzen". Denn einen personellen Wechsel wird es in jedem Fall geben. Elke Renner, die im September 2009 zur Geschäftsführerin wurde, verlässt den Stadtjugendring zum 1. Juli. Die Wahl-Ambergerin, die seit 1993 als Event-Managerin tätig ist und während ihrer Zeit beim SJR ebenfalls halbtags ihre eigene Agentur leitete, will sich künftig auf nur noch ein Tätigkeitsfeld konzentrieren. "Ich höre nicht auf, weil ich Probleme hatte. Das hat bei mir andere Beweggründe", sagt Renner, die sich aus finanzieller und zeitlicher Sicht voll und ganz der eigenen Firma widmen möchte, mit der sie unter anderem das Jazz-Festival in Nürnberg plant und organisiert. "Ich bedauere es, dass ich gehe. Aber ich kann beides zusammen nicht mehr machen. Horst Pongratz weiß das. Wir haben es besprochen." Die Verbände und Vereine, die sich im Stadtjugendring zusammengeschlossen haben, seien bereits zu Beginn dieses Monats über Renners Entscheidung unterrichtet worden.
Fit-Meile und Eiskunst
Renner, die beispielsweise die Fit-Meile beim Altstadtfest, Weihnachtsmärkte und die Winter-Bar samt Eiskugel-Kunstwerk am Marktplatz in die Tat umgesetzt hat, sei ein Glücksfall gewesen, sagt Pongratz. Seit sie in der Geschäftsstelle sitzt, seien für das publikumsträchtige Projekt "Rund- um fit - Fitness für Herz und Hirn" vom Bayerischen Jugendring Fördergelder in Höhe von 5000 Euro geflossen. Sponsoren beteiligten sich mit weiteren knapp 9000 Euro.
"Genau das ist doch der Punkt. Das ist der Vorteil einer hauptamtlichen Kraft. Es rentiert sich tatsächlich, jeden Euro in den Stadtjugendring zu stecken", argumentiert Pongratz und verweist auf das Budget, das Elke Renner inklusive der Ausgaben für Bürobedarf pro Jahr zur Verfügung hatte: 4000 Euro. Pongratz legt nach: "Vorher war der Stadtjugendring die Geldabholstelle, und das war's." Wie soll es nun ohne die Event-Managerin, die von sich sagt, nie eine Pädagogin gewesen zu sein, weitergehen? Der Vorsitzende hat eine klare Vorstellung: "Wir wollen nicht ein halbes Jahr warten. Die Stadt wird ihr Möglichstes tun. Davon gehe ich aus." Wenn der Nachfolger "auch noch ein bissl Event-Management kann, ist es sicher auch nicht schlecht".

